Erkläre mir und ich werde vergessen.
Zeige mir und ich erinnere.
Lass es mich tun und ich verstehe.
Konfuzius)

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Waldpädagogische und wildpädagogische Führungen für Erwachsene und Kinder

In diesen sehr interessanten Führungen werden dem Besucher ökologische Zusammenhänge in den Lebensräumen Wald, Feld und Wasser nähergebracht. Die Bedeutung der ökologischen Nischen als Lebensraum für unsere Tierwelt wird besonders hervorgehoben.

Hecke als Lebensraum für Tiere

Hecken und Feldgehölze beherbergen eine große Anzahl von Tierarten, die hier Unterschlupf, Brutplätze und Überwinterungsquartiere sowie Nahrung finden.

Gut ausgebildete, reich strukturierte Hecken und Feldgehölze können über 1000 Tierarten Lebensraum bieten.

Hecken bieten Lebensraum für die Hälfte aller einheimischen Säugetiere, für sämtliche Reptilien, für ein Drittel aller heimischen Amphibien, für ein Fünftel der heimischen Singvögel sowie für unzählige Insekten, Spinnen, Bodentiere und Kleinlebewesen.

In ihrem Schutz halten sich Erdkröten, Igel, Feldhase, Rebhuhn und Kleinräuber wie Fuchs und Hermelin auf, sie dienen als Sitzplatz für Luft und Bodenjäger wie Eulen, Neuntöter, Raubwürger oder Bussard, und einige Insektenarten machen in ihrem Laub und Geäst die Larvalentwicklung durch. Haselmaus, Zauneidechsen und Schnecken nutzen Hecken als Überwinterungsort.

Totholz als Strukturelement

Totholz bietet Unterschlupf, Deckung, Schlafplatz, Überwinterungsort und Brutgelegenheit für zahlreiche Tierarten, die nicht direkt am Abbau beteiligt sind:

  • Die kleine Waldameise siedelt ausschließlich in Totholz. In ihren Kolonien leben wiederum 20 spezialisierte Käferarten.
  • Grabwespen und Wildbienen bringen ihre Brut in vermoderten Stämmen unter.
  • In gut durchfeuchteten Stammteilen finden Molche, Salamander, Frösche, Kröten und Schnecken Unterschlupf.
  • Greifvögel nutzen Dürrständer als Ansitz für die Jagd.
  • In den Wänden alter Höhlen von Spechten leben die am meisten gefährdeten Grossinsekten Mitteleuropas.
  • Auch Säugetiere, besonders Siebenschläfer und Fledermausarten, sind auf Baumhöhlen angewiesen.